Metarmorphose zum “perfekten” Glück

Wann bin ich endlich schön, vollkommen und/oder perfekt? Immer wieder warten wir auf diesen Moment, den Augenblick der Erlösung. Schließlich soll unser Zustand “besser” sein, wenn wir endlich das wichtige Meeting abgeschlossen haben, das neue pinke Kleid mit Spitzenbesatz besitzen oder die Kinder aus dem Haus sind. Dann sind wir endlich vollkommener und hoffentlich auch  glücklicher.

In vielen dieser Fällen laufen wir einem Ideal von “Glück” hinterher, der Perfektion.

Was wirkliches Glück bedeutet, erfahren die meisten von uns  erst durch den Verzicht. Wie bitte – Verzicht? Richtig gehört, die Beschränkung auf das Wesentliche ist der Schlüssel zur Seele und zum Wachstum wahrer (innerer) Größe.Die einfachen Dinge, welche in jedem einzelnen Moment geschehen, sollten uns alleine schon zum Staunen bringen. “Perfektion” oder sogas das “perfekte Leben”, “perfekte Glück” können wir nicht durch das Anhäufen oder Abschließen von Geschäften erzielen, schließlich ist dies nur eine Norm der Gesellschaft. Es wird uns vorgegaukelt, dass uns all dieser (Unn-) Sinn erfüllen würde.

Langfristiges Glück entspringt einer Grundhaltung, einer  Kunst des Lebens. Diese erfahren wir nicht von Heute auf Morgen, sondern durch unaufhörlich Übung und Ausführung fundamentaler Werte. Die Vollkommenheit und das Glück entstehen, wenn wir das Leben im Großen und Ganzen betrachten.  Dazu gehören die Höhen und Tiefen, sowie das Chaos. Zuwendung zur Fülle des (wirklichen) Lebens.  Akzeptanz, Loslassen und Mut sind wichtige Schlüsselelemente in diesem Prozess.

Jede Facette akzeptieren und Schritt für Schritt den Unsinn im Leben sein lassen. Lieber auf langfristige Entwicklungen setzen und nicht kurzen (falschen) Glückserfolgen – ich erinnere an die neue Handtasche der Frühjahrskollektion- , dann kommt das Glück im Herzen an.

Dennoch mutig muss man sein, ins Fremde gehen und vielleicht auch mal der Großmutter sagen, dass der Kuchen nicht so sensationell schmeckt, wie sie immer behauptet. Mehr zu sich selbst stehen und nicht den Anderen oder dem Zukünftigen hinterherrennen. Der Prinz auf dem weißen Pferd kann man getrost stehen lassen, die heutige Dame weiß sich selbst aus den Klauen des bösen Drachens zubefreien.

Am Ende waren es die Umwege, die unser Leben bereicherten nicht unsere Ansammlungen. Dann ist unser Leben “perfekt” und wir können mit heiterer Gelassenheit auf uns vertrauen. Gerne darf auch die “ungesunden” Zigarette im rechten Mundwinkel hängen und ein Krönchen auf dem Kopf thronen. Wer sagt schon was perfekt ist?

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